Glossar

An dieser Stelle möchten wir wichtige Begriffe oder Abkürzungen in möglichst kurzer und verständlicher Weise darstellen.

Falls Sie Anregungen für uns haben oder Verbesserungen vorschlagen möchten, freuen wir uns über eine E-Mail!

 

A - C  |  D - F  |  G - I  |  J - L   |  M - O  |  P - R  |  S - Z 

 

Akkreditierung

Formelle Anerkennung der Kompetenz einer Organisation oder einer Person, bestimmte Leistungen erbringen zu dürfen. Die Akkreditierung wird durch eine dazu legitimierte Institution durchgeführt, z.B. vergibt die KTQ die Akkreditierung als Trainingspartner der KTQ.

Audit

Systematischer und dokumentierter Prozess um zu ermitteln, inwieweit Auditkriterien erfüllt sind. Im Zusammenhang mit dem Qualitätsmanagement ist das Audit eine durch eine externe Stelle erfolgende Begutachtung von Organisationen bzgl. der Einführung und Aufrechterhaltung eines Qualitätsmanagement-Systems. Am Beispiel der KTQ: Ein Audit erfolgt in Form einer Fremdbewertung durch einen qualifizierten KTQ-Visitor.

Benchmarking

Benchmarking ist der Vergleich von Produkten, Dienstleistungen, Praktiken oder Ergebnissen mit den stärksten Mitbewerbern oder mit sehr guten Organisationen aus anderen Branchen.

Change Management

Change Management ist das professionelle Gestalten, Planen und Durchführen von Veränderungsprozessen mit dem Ziel der optimalen Leistungsfähigkeit eines Unternehmens. Der Erfolg von Change Management hängt von vielen, verschiedenen Faktoren ab, vor allem aber von der Bereitschaft aller, Mitarbeiter wie Führungskräfte, die Veränderungen aktiv mitzugestalten. Führungskräfte haben dabei eine wesentliche Vorbildfunktion.

 

DGQ

Die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) e.V. ist eine gemeinnützige von Mitgliedern getragene, unabhängige Organisation, die sich als Dienstleister auf dem Gebiet des umfassenden Qualitätsmanagements, des Umwelt- und Arbeitsschutzmanagement versteht. Es wird ein Lehrgang "Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen" angeboten, der mit einer Prüfung zum "Qualitätsmanager im Gesundheitswesen" abgeschlossen werden kann. www.dgq.de

DIN

Deutsches Institut für Normung e.V.. Das DIN ist verantwortlich für die Normungsarbeit in Deutschland. Es koordiniert die Normungsaktivitäten auf internationaler Ebene und ist die nationale Partnerorganisation zu ISO und CEN.

DIN EN ISO 9001:2000

Diese international entwickelte Normenreihe gibt Empfehlungen und Standards zum Qualitätsmanagement ab. Darin werden Grundlagen und Begriffe definiert, es werden Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme festgelegt und Grundlagen einer entsprechenden Zertifizierung aufgestellt. Die DIN EN ISO 9001:2000 ist somit ein Leitfaden zur Implementierung von Qualitätsmanagement-Systeme, mit Hilfe dessen eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit einer Organisation erreicht werden kann. Vorgaben zur Qualität eines Produkts oder einer Dienstleistung gehören nicht zum Inhalt der Normen. Die Qualität eines Produkts oder einer Dienstleistung sowie die zur Zielerreichung erforderlichen Unternehmensprozesse legt jedes Unternehmen selbst fest. Akkreditierte Zertifizierungsstellen überprüfen im Rahmen eines Audits, ob die in der DIN EN ISO festgelegten Standards nachgewiesen werden können.

Disease Management Programme (DMP)

Eine sektorübergreifende Versorgungsform, die sich an spezielle Patientengruppen richtet. Durch den Einsatz Evidenz-basierter Leitlinien und durch die Eigeninitiative der Patienten soll eine Verbesserung der Versorgungssituation erreicht werden.

Effektivität

Wirksamkeit, d.h. das Ausmaß, in dem geplante Tätigkeiten verwirklicht oder geplante Ergebnisse erreicht werden. Eine Maßnahme ist effektiv, wenn sie geeignet ist, ein formuliertes Ziel zu erreichen.

Effizienz

Verhältnis zwischem dem erreichten Ergebnis und den eingesetzten Ressourcen. Eine Maßnahme ist effizient, wenn ein vorgegebenes Ziel mit geringst möglichem Ressourceneinsatz erreicht wurde. Oder alternativ, wenn bei vorgegebenen Ressourceneinsatz ein maximales Ziel erreicht wurde.

Einheitlicher Bewertungsmaßstab (EBM)

Der EBM bezeichnet ein Verzeichnis, nach dem ambulante Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet werden. Die Spitzenverbände der Krankenkassen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung definieren diese Leistungen und legen die Abrechnungsziffern fest. Außerdem bestimmen sie eine Punktzahl, die die Relation der Leistungen untereinander festlegt. Für eine Leistung, die mit 100 Punkten bewertet wird, erhält der Arzt doppelt so viel, wie für eine Leistung, die mit 50 Punkten bewertet wird.

EPA

Europäisches Praxisassessment; EPA ist ein Gemeinschaftsprojekt der "European Task Force on Practice Assessment" (TOPAS-Europe) und der Bertelsmann-Stiftung. Das zugrunde liegende Modell hat seinen Ursprung u.a. in dem in den Niederlanden bereits seit Jahren erfolgreich angewandten „Visitatie-Modell" und ist ausdrücklich für den hausärztlichen Bereich konzipiert. Informationen dazu finden sich bisher nur auf den Seiten der Stiftung Praxistest. www.praxistest.de

Ergebnisqualität

Bezeichnet im Zusammenhang mit medizinischen Dienstleistungen die Qualität des Behandlungsergebnisses. Als Kriterien können z.B. Heilungsquoten, Komplikationsraten, Mortalitätsraten oder Veränderungen in der Lebensqualität ermittelt werden. Darüber hinaus wird auch die subjektive Bewertung des Behandlungsergebnisses durch die Patienten herangezogen, z.B. im Rahmen einer Patientenbefragung.

European Foundation for Quality Management (EFQM)

Eine 1988 von führenden europäischen Unternehmen gegründete Stiftung zur Förderung des Qualitätsmanagements in Europa. Das EFQM-Modell für Excellence ist die Grundlage eines strukturierten Verfahrens zur Analyse von Stärken und Schwächen in einer Organisation. Die Analyse wird von den Organisationen eigenständig durchgeführt. Wurde dabei eine bestimmte Mindestpunktzahl erreicht, besteht die Möglichkeit der Bewerbung um einen nationalen oder internationalen (EQA) Qualitätspreis. Das Modell bietet keine Zertifizierungsmöglichkeiten.

Evidence-based Medicine (EbM)

Systematischer Gebrauch der gegenwärtig besten wissenschaftlichen Erkenntnisse für Entscheidungen in der medizinischen Versorgung.

Externe Qualitätssicherung

In Deutschland wird damit  das Verfahren der systematischen und standardisierten Datenerhebung und -auswertung bezeichent. Die Datenerhebung erfolgt entweder für ganze Fachgebiete oder bestimmte Diagnosegruppen. Gesetzliche Grundlage: §135a SGB V.

Fallpauschalen

Eine neue Vergütungsregelung in der stationären Versorgung, bei der alle Krankenhäuser pro Behandlungsfall bezahlt werden. Für jeden Behandlungsfall werden zukünftig feste Preise ermittelt. Die Höhe der Vergütung erfolgt damit unabhängig von der Verweildauer des Patienten im Krankenhaus.

Festbeträge

Festbeträge im Rahmen der Arzneimittelversorgung legen den Betrag fest, bis zu dem die gesetzlichen Krankenkassen die Preise für Medikamente erstatten. Sie wurden 1989 einführt und sollten die Arzneimittelpreise in Grenzen halten, Wirtschaftlichkeitsreserven erschließen und die Krankenkassenbeiträge stabil halten. Übersteigt ein Arzneimittelpreis den Festbetrag, so hat der Versicherte die Mehrkosten zu tragen. Der Arzt muss ihn im konkreten Fall darauf hinweisen und ein günstigeres Arzneimittel anbieten.

 

ISO

Internationale Standardisierungsorganisation. Deutsches Mitglied ist die DIN. Die Länder der europäischen Union müssen ISO-Normen übernehmen, wenn das Europäische Normierungskomitee (CEN) ebenfalls ISO-Normen übernimmt.

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

Das IQWiG ist eine Einrichtung der gemeinsamen Selbstverwaltung von Ärzten und Krankenkassen, es hat seinen Sitz in Köln. Es soll das aktuelle Wissen über Diagnose- und Therapieverfahren bündeln, Leitlinien und den Nutzen von Arzneimitteln bewerten und zukünftig auch Informationen für Patienten bereitsstellen.

Intangible Kosten

Intangible Kosten bilden die aus einer Erkrankung resultierenden Einschränkungen wie Schmerz, Depressionen oder ganz allgemein den Verlust an Lebensqualität ab.

 

JCAHO

Joint Commission on Accreditation of Hospitals; Private Vereinigung für die Akkreditierung von Organisationen im Gesundheitswesen in den USA. www.jcaho.org

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)

Regelmäßige Tätigkeiten um Prozesse, Produkte oder Dienstleistungen fortlaufend zu optimieren. Das Konzept geht zurück auf Deming und dem von ihm beschriebenen Plan-Do-Check-Act Zyklus (PDCA). In Japan auch unter dem Begriff des Kaizen bekannt.

KTQ

Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen; Ein Zusammenschluß der Spitzenverbände der Krankenkassen, der Bundesärztekammer, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, dem Deutschen Pflegerat und dem Hartmannbund, mit Sitz in Siegburg, der ein Zertifizierungsverfahren für medizinische Einrichtungen entwickelt hat. Mit dem KTQ-Zertifikat belegen Ärzte wie stationäre Einrichtungen ihr Engagement zur Sicherung der Qualität. www.ktq.de 

Leitlinien

Systematisch entwickelte Entscheidungshilfe über die angemessene Vorgehensweise bei speziellen gesundheitlichen Problemen. Leitlinien definieren Anforderungen an die Qualität der medizinisch-pflegerischen Versorgung und ermöglichen deren Messung und Beurteilung anhand von Qualitätsindikatoren.Sie stellen den Konsens mehrerer Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen und Arbeitsgruppen dar.

 

Medizinische Versorgungszentren (MZV)

Seit der Gesundheitsreform 2004 ist die Einrichtung von fachübergreifenden ärztlich geleiteten Einrichtungen, so genannten Medizinischen Versorgungszentren, erlaubt. Krankenhäuser und nicht-ärztliche Berufsgruppen können so gemeinsam die ambulante Vesorgung organisieren. Ende Mai 2005 waren in Deutschland sieben solcher Zentren zugelassen.

Mortalität

Beobachtete Sterblichkeit in der Bevölkerung nach Altersgruppen, Geschlecht, Familienstand oder anderen sozialökonomischen Merkmalen.

Norm

Vielfältig verwandter Begriff, nach der Definition der DIN ist eine Norm ein Dokument, das mit Konsens erstellt und von einer anerkannten Stelle angenommen wurde und das Regeln, Leitlinien oder Merkmale für Tätigkeiten oder deren Ergebnisse festlegt.

Objektivität

Zuverlässigkeit einer Beobachtung oder Messung unabhängig von dem Untersucher. Die Objektivität ist ein wichtiges Gütekriterium z.B. für Patientenbefragungen.

 

Peer Review

Kontinuierliche, systematische und kritische Reflexion der eigenen Leistungsfähigkeit oder der des Kollegen durch Angehörige einer Berufsgruppe unter Verwendung eines strukturierten Prozesses und mit dem Ziel einer kontinuierlichen Verbesserung der Qualität. Unter dem Begriff "Clinical Audit" oder "Medical Audit" wird im angelsächsichen Sprachgebrauch ein Konzept verstanden, das ein Peer Review speziell für medizinsche Behandlungsprozesse darstellt und ausschließlich fachlich gleichgestellten ärztlichen Kollegen zur gegenseitigen Beratung vorbehalten ist.

Prozessqualität

Ein Aspekt der Qualität der medizinischen Versorgung, der alle medizinschen und pflegerischen Aktivitäten umfasst. Hierzu zählen z.B. die Art und Weise der Diagnostik und Therapie, oder der Anamneseerhebung, aber auch die Gesprächsführung des Arztes oder die Gestaltung des Behandlungsprozesses.

QEP

Qualität und Entwicklung in Praxen; Ein eigenständiges Qualitätsmanagemementsystem der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) für ambulante Einrichtungen, welches von der KBV gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten, Psychotherapeuten und Experten entwickelt wurde.

Dieses indikatorenbasierte und handbuchgestützte System ist modular aufgebaut und kann von der Praxis stufenweise umgesetzt werden. Kernstück des Systems ist ein Qualitätszielkatalog, der in erster Linie der Einführung und Umsetzung von Qualitätsmanagement in Praxen dient und erst in weiteren Schritten für eine Selbst- oder Fremdbewertung (Zertifizierung) genutzt werden kann. Link zur KBV

Qualität

Güte eines Produktes oder einer Dienstleistung im Hinblick auf die Eignung für den Verwender (i.d.R. der Kunde). Die Unterscheidung zwischen guter und schlechter Qualität wird anhand von Qualitätskriterien vorgenommen. Die Qualität einer Arztpraxis kann z.B. anhand der subjektiven Einschätzung der Praxisleistung durch die Patienten festgestellt werden (z.B. im Rahmen einer Patientenbefragung). Im Zusammenhang mit medizinischen Dienstleistungen hat sich eine Dreiteilung der Qualität in Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität durchgesetzt. 

Qualitätsindikator

Quantitatives Maß, welches zum Bewerten und Beobachten der Qualität genutzt werden kann. Qualitätsindikatoren bilden die Qualität einer Einheit durch Zahlen oder Zahlenverhältnisse indirekt ab. Man kann sie auch als qualitätsbezogene Kennzahlen ("Qualitätskennzahlen") bezeichnen. Die Ausprägung eines Indikators kann mit guter oder schlechter Qualität in Verbindung gebracht werden. Hierzu verwendet man oftmals definierte Ausprägungen des Indikators, den sog. Referenzwert oder Referenzbereich.

Qualitätsmanagement (QM)

Aufeinander abgestimmte Tätigkeiten einer Organisation bezüglich der Qualität. Das QM umfasst alle Aspekte der Organisationsführung, die sich auf die grundlegenden Einstellungen sowie Absichten, Zielsetzungen und Maßnahmen in Bezug auf die Erreichung und Verbesserung der Qualität beziehen. Dazu zählen überlicherweise das Festlegen einer Qualitätspolitik und der Qualitätsziele, die Qualitätsplanung und Qualitätslenkung, die Qualitätsicherung und die Qualitätsverbesserung.

Qualitätsmanagementbeauftragter (QMB)

Person, die die Verantwortung dafür übernimmt, dass ein Qualitätsmanagement-System verwirklicht und aufrechterhalten wird. Der QMB trägt dafür Sorge, dass alle vereinbarten Massnahmen und Verbesserungsaktivitäten umgesetzt werden und dass die Wirksamkeit des QM-Systems kontinuierlich überprüft wird. In der Arztpraxis übernimmt der QMB oftmals die Pflege des QM-Handbuchs, protokolliert die Teamsitzungen oder erinnert an wichtige Aktivitäten.

Qualitätsmanagement-Handbuch

Dokument, in dem das Qualitätsmanagement-System einer Organisation dokumentiert wird. Überlicherweise enthält ein QM-Handbuch neben der Beschreibung aller QM-Aktivitäten auch alle dabei eingesetzten Unterlagen, wie z.B. Stellenbeschreibungen, Checklisten oder Protokolle.

Qualitätsmanagement-System

Systematische Vorgehensweise zum Führen einer Organisation in Bezug auf die Qualität. Dabei werden die zur Verwirklichung des Qualitätsmanagements erforderliche Organisationsstruktur, die Verfahren, die Prozesse und Mittel festgelegt. Bei der Gestaltung ihres QM-Systems hat der Gesetzgeber bisher keinerlei Vorgaben bestimmt, § 135a SGB V spricht lediglich eine Verpflichtung zur Einführung eines internen Qualitätsmanagements aus. Auf welches QM-System oder QM-Norm (wie z.B. DIN EN ISO 9001:2000, KTQ) dabei zurück gegriffen wird, bleibt jeder Organisation freigestellt.

Qualitätspolitik

Übergeordnete Absichten und Ausrichtungen einer Organisation bezüglich der Qualität. Generell steht die Qualitätspolitik mit der Strategie der Organisation im Einklang und bildet den Rahmen für die Festlegung von Qualitätszielen.

Qualitätssicherung

In der Gesundheitsversorgung in Deutschland spielt der Begriff Qualitätssicherung bisher eine zentrale Rolle für verschiedenste Aktivitäten. Es wird traditionell zwischen interner und externer Qualitätssicherung unterschieden. Unter externer Qualitätssicherung werden insbesondere Maßnahmen mit externen Vergleichen verstanden, z.B. für die Bereiche der Neonatologie, Perinatologie oder Allgemeinen Chirurgie. Die interne Qualitätssicherung umfasst dagegen auch Aktivitäten im Rahmen des Qualitätsmanagements, wie das Führen geeigneter Statistiken oder die systematische Auswertung bestimmter Qualitätsindikatoren.

Qualitätszirkel

Kleine institutionalisierte Gruppe von 5-12 Mitarbeitern, die regelmäßig zusammentreffen, um in ihrem Arbeitsbereich auftretende Probleme freiwillig und selbständig zu bearbeiten.

Reliabilität

Zuverlässigkeit; Gütekriterium, das die Messgenauigkeit eines Verfahrens angibt.

 

Standard

Eine normative Vorgabe qualitativer und/oder quantitativer Art bezüglich der Erfüllung festgelegter Qualitätsforderungen. Der englische Begriff "standard" kann im deutschen mit "Norm" übersetzt werden.

Strukturqualität

Im Zusammenhang mit medizinischen Dienstleistungen bezeichnet die Strukturqualität die Qualitätsdimensionen, die durch die Strukturen und Potentiale des Dienstleistungsbetriebs gekennzeichnet sind. Dazu zählen z.B. die appartive, personelle oder finanzielle Ausstattung.

Telematik

Telematik bezeichnet die Kombination aus Telekommunikationstechnik und Informatik, genauer die Nutzung computergestützter Datenverarbeitungsprozesse in der Telekommunikation. Im Gesundheitswesen spielt die Telematik dann eine Rolle, wenn es z.B. um die Übermittlung von Befunddaten geht. Auch das elektronische Rezept oder die elektronische Patientenakte ist eine telematische Anwendung.

Total Quality Management (TQM)

TQM gilt als die umfassendste (Qualitäts-)Strategie, die für eine Organisation denkbar ist. Es ist eine auf die Mitwirklung aller Mitarbeiter gestützte Unternehmensführungsmethode, die die Qualität in den Mittelpunkt aller Aktivitäten stellt. Nur durch die Zufriedenstellung der Kunden (an eigenen Stellen auch Begeisterung der Kunden) kann der langfristige Geschäftserfolg erreicht werden. TQM wird im deutschen oftmals als umfassendes Qualitätsmanagement bezeichnet. Vom Kunden über die eigenen Mitarbeiter bis hin zu den Zulieferanten werden alle Bereiche erfasst und in die Qualitätsbemühungen integriert.

Validität

Gültigkeit; Grad der Genauigkeit, mit dem ein Verfahren das misst, was es messen soll.

Zertifizierung

Verfahren, in dem Dritte schriftlich bestätigen, dass eine Dienstleistung oder eine Organisation vorgeschriebene Anforderungen erfüllt. Eine Zertifizierung ist meist für einen bestimmten Zeitraum gültig (z.B. drei Jahre bei einer Zertifizierung nach KTQ), nach Ablauf des Zeitraums wird eine Rezertifizierung notwendig.

 

Sie möchten noch mehr wissen?

Weitere relevante Glossare finden Sie unter: 

Glossar zum Gesundheitswesen des AOK Bundesverbandes:

http://www.aok-bv.de/lexikon/index.html

 

Glossar zur Gesundheitsreform des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung:

http://www.die-gesundheitsreform.de/glossar/index.html